Es gibt eine Vielzahl spannender und viel versprechender Impulse und Projekte, die den Gedanken der Nachhaltigkeit transportieren. Werkstatt N hat sie ausgezeichnet.
Im März 09 reiste ich mit der Digitale-Medien-Designerin Agnieszka Krzeminska in Kooperation mit dem Goethe Institut Nairobi nach Kenia. Von Nairobi aus reisten wir in die ländlichen Regionen, um traditionelle Musiker zu treffen und mit ihnen Aufnahmen zu machen. Die Reise wurde von Krzeminska und mir auf der Seite www.barabara.fm über einen Videoblog dokumentiert. Im April 09 reiste ich zurück nach Hamburg, um dort an einem neuen Album zu arbeiten, das die traditionellen Feldaufnahmen mit meiner Musik verbindet.Dieser Produktionsprozeß wurde ebenfalls auf barabara.fm dokumentiert. Das Album erscheint am 25. Januar 2011.Im Dezember dieses Jahres werde ich gemeinsam mit der Kenianischen Dodo-Sängerin Ogoya Nengo und Olith Ratego auf dem Ese-Festival in New York die ersten gemeinsamen Konzerte spielen. Darüber hinaus plane ich, im April erneut nach Kenia zu fahren um mit dem Musiker Stefan Schneider (To Rococo Rot, Kreidler) weitere Feldaufnahmen für ein zweites Kenia-Album zu machen.
Im März 2011 erschien das Album "The Kenya Sessions" bei Pingipung/Kompakt. Das Album erhielt große internationale Aufmerksamkeit und wurde bereits durch den „Preis Der Deutschen Schallplattenkritik“ ausgezeichnet. (Unten finden Sie eine Auswahl verschiedener Rezensionen) Im Zuge der Album-Veröffentlichung wurde der auf dem Album vertretenen Musiker Andrea Ogada Oganga eingeladen, im Rahmen des „Klangwelten-Festivals“ mehrere Konzerte in Europa zu spielen. Für den 55 jährigen traditionellen Nyatiti-Spieler war dies die erste Konzertreise außerhalb Kenias überhaupt. Ein weiteres Gastspiel gemeinsam mit der ebenfalls auf dem Album vertretenen Sängerin Ogoya Nengo und dem Musiker Olith Ratego aus Nairobi bei dem renommierten Ese-Festival in New York scheiterte leider am Widerstand der US-Embassy in Nairobi, die 2 Tage vor der Abreise aus Nairobi die Aushändigung der Visa verweigerte. Agnieszka Krzeminska dokumentierte die Albumveröffentlichung und alle weiteren hiermit in Verbindung stehenden Entwicklungen und Aktivitäten weiterhin in dem Blog www.barabara.fm. Darüberhinaus kreierte Krzeminska mehrere Videos, die die Arbeit an dem Album wiedergeben und eine große Aufmerksamkeit erzielten. (z.B. http://www.youtube.com/watch?v=DIDyRE9zjAM&feature=related und http://www.youtube.com/watch?v=Yanb3uN_TVE&feature=related ) Im September 2011 reiste Sven Kacirek gemeinsam mit dem Musiker Stefan Schneider (To Rococo Rot, Kreidler) erneut nach Kenia, um die Zusammenarbeit mit 8 Musikern in einem Dorf an der Ostküste Kenias, zu vertiefen. Ein Teil der Musiker ist bereits auf einem Track des Albums „The Kenya Sessions“ zu hören. Dieses Mal verbrachten Kacirek und Schneider eine Woche in dem Kleinen Dorf namens „Mukunguni Village“,um die Musik des Trommlermeisters Salim Mwatela und seiner Mitmusiker in allen Details und Facetten aufzunehmen. Diese Musik wird 2012 auf CD, LP und Download bei einem renommierten Label aus London erscheinen. Die Projektweiterführung wurde erneut durch das Goethe-Institut Nairobi unterstützt. Eine weitere Fortführung des Ausgangsprojektes wird im Februar 2012 beginnen. Sven Kacirek wird gemeinsam mit dem Pianisten Hauschka nach Nairobi reisen, um diesen bei der Produktion eines neuen Album zu unterstützen. Dabei wird Sven Kacirek Hauschka mit Musikern zusammenbringen, die er bereits 2009 im Rahmen des ersten Teil des Barabara-Projektes kennen gelernt hat. Auch dieses Projekt wird in dem von Agnieszka Krzeminska angelegten Blog www.barabara.fm dokumentiert. -------------------------- Auszüge verschiedenerRezensionen des Albums „The Kenya Sessions“ "So wie hier die einzelnen Instrumente zusammenfinden und die markante, tief aus der Seele kommende Stimme scheinbar über dem Instrumental schwebt und sich doch so intensiv daraus entwickelt - das passiert selbst bei Meisterwerken sehr selten." (Michael Rütten, Deutsche Schallplattenkritik) „Wow. German composer Sven Kacirek’s ‘Kenya Sessions’ just landed on our desk and has totally blown us away. (…) Absolutely breathtaking stuff – possible contender for album of the year 2011!“ (Afrofutures) „This is surely the way of the future.“ (Saturday Nation, Nairobi) „Far from being a simple series of impressions (…) ist fascination endures.“ (The Wire) „In jedem Fall aber bleiben die Sängerin Nengo und die anderen afrikanischen Musiker im Mittelpunkt der gefühlvoll gestalteten CD “The Kenya Sessions”. (KulturSpiegel) „Und das ist die Größe dieser in vielen Momenten melancholischen, repetitiven Musik: Sie ist wie ein Fluss, der Kulturen zusammenbringt, der die Grenzen des Analogen und Digitalen, des Akustischen und Elektronischen überwindet, der Welten miteinander verbindet und ihre verschiedenen Musikkulturen in neuen Farben schimmern lässt“ (Neue Zeitschrift für Musik) „Sven Kacirek hat sich mit kenianischen Musikerinnen und Musikern zusammen getan und so eine weitere spannende Musik geschaffen, die man als Weltmusik 2.0 bezeichnen könnte“ (de:bug)
Seit März 2009
Sven Kacirek (Musiker, Produzent), Agnieszka Krzeminska (Digitale Mediendesignerin), Johannes Hossfeld (Direktor Goethe-Institut Nairobi), Marie Güsewell (Volontärin, Koordinatorin), Tabu Osusa (Musikproduzent Nairobi), Raymond Mackenzie (Musiker, Musikwissenschaftler Nairobi) Njane Mugambi (Komponist, Musikwissenschaftler Nairobi), George Odihiambo (Direktor MCSK), Ca. 25 Kenianische Musiker (Ogoya Nengo, Owino Koyo, Josepg Oganga, Olith Ratego, etc..) Pingipung (Plattenfirma)
Kulturelle Traditionen Kenias werden ausführlich dokumentiert. Auf Grund des kulturellen Austauschs und der Verschmelzung zweier grundlegend verschiedener musikkultureller Ansätze entsteht ein neuer musikalischer Stil. Auf Grund der anstehenden Rezensionen sowie der Berichterstattung (NDR 4, Arte) erhalten einige der beteiligten Musiker eine internationale Aufmerksamkeit. Konzert-Anfragen z.B des Ese-Festivals (New York) eröffnen den beteiligten Musikern ein zusätzliches Einkommen.
Das Projekt soll einen langfristige kulturellen Austausch in Gang setzen, von dem möglichst alle Beteiligten ideell und materiell profitieren. Das Projekt endet nicht mit der Veröffentlichung des Albums „The Kenya Sessions“. Ein zweites Album, das ebenfalls auf Kenianischen Feldaufnahmen basieren soll, ist bereits in der Planung. Darüber hinaus liegen die ersten Anfragen von Musikfestivals vor, so dass auch auf der konzertanten Ebene eine möglichst langfristige Entwicklung in Gang gesetzt wird.
1.) Leichtere Visa-Antrags-Abwicklungen für Kenianische BürgerInnen. 2.) Weitere Kooperations-Projekte der Goethe-Institute mit den regionalen Szenen der Kulturschaffenden. 3.) Bessere Kulturelle Förderungs-Strukturen in umgekehrter Richtung: Kulturschaffende aus z.B. Kenia oder Burkina Faso präsentieren ihre Arbeiten in Deutschland.
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